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Altbauten kostengünstig sanieren

"Unsere Häuser werden zu Tode gedämmt", kritisierte der bayerische Architekt und Altbau-Spezialist Konrad Fischer.
Hier bekommen Sie Informationen die von vielen einfach ignoriert werden!

"Beispielhafte Vergleichsmessung zwischen Infrarot-Strahlungsheizung und Gasheizung im Altbaubereich"

In der Heizperiode 2008/2009 wurde eine Energieverbrauchs-Vergleichsmessung zwischen einer
Infrarotstrahlungsheizung und einer Gasheizung durchgeführt, um vor dem Hintergrund des
Strukturwandels im Energieversorgungsbereich den prinzipiellen Nutzen und Tauglichkeit einer
Infrarotstrahlungsheizung für den Wohnbereich zu überprüfen.
hier der gesamte Bericht

Wird ein Drittel der Heizenergie wirklich verschwendet?

Kritische Fragen zur Heizung, beantwortet vom Energieexperten Dipl. Ing. Dietrich Beitzke.
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Geschichtliches zur Heizmethode

Die Abschaffung der Praxis durch die Theorie
Altbau und Denkmalpflege Informationen vom Experten.
Informationen die Wissen vermitteln!

Das sollten Sie unbedingt wissen!

Die Aufgabe eines Heizsystems ist es, eine angenehme und behagliche Raumtemperatur zu schaffen. Konvektionsheizungen erreichen dieses bei richtiger Auslegung sehr schnell, aber zu welchem ökonomischen und gesundheitlichen Preis für den Verbraucher?

Infrarot oder auch Wärmewellen Heizsysteme genannt sind etwas vollkommen anderes. Diese Systeme erwärmen die Gebäudehülle, was zu temperierten Wandoberflächen führt. Die Wärmewelle breitet sich mit Lichtgeschwindigkeit aus und wird entweder transmittiert (durchgelassen), reflektiert oder absorbiert, das heißt vom Körper aufgenommen und in Wärme umgewandelt. Infrarotstrahlen sind Bestandteil des Lichts und haben physikalisch nichts mit der Wärmethermik gemein.

Diese wissenschaftlich nachgewiesene Tatsache ist der Hauptunterschied zwischen den Systemen.

Um es Ihnen dieses zu verdeutlichen einige banale Beispiele.

  1. Ein Gewächshaus

    Egal ob dieses aus Glas, Folie oder PVC ist, sobald die Sonne scheint, wird es im Inneren sehr warm. Die Infrarotstrahlen durchdringen das durchsichtige Material und erwärmen den Boden, Pflanzen und alle Gegenstände. Diese wiederum geben Wärme an die Umgebung ab, die Lufttemperatur steigt. Es entsteht ein Treibhauseffekt. Solange die Hülle des Gewächshauses geschlossen bleibt, also keine Strahlung nach außen dringen kann, wird die Innentemperatur weiter ansteigen. In der Nacht, auch wenn die Energiequelle aus ist, bleibt es noch sehr lange warm und der Boden wird sehr selten komplett auskühlen.

  2. Eine Garage oder Geräteschuppen aus Metall

    So wie das Licht können die Infrarotstrahlen das Metall nicht durchdringen, sie werden aufgenommen, das Metall erwärmt sich und gibt diese Wärme am Innenraum ab. Es entsteht wiederum langwellige Infrarotstrahlung, die den Innenraum nicht verlassen kann, die Lufttemperatur steigt und steigt.

    Das Gleiche passiert mit Ihrem Auto, das in der Sonne steht. Auch das Lüften bringt die Temperatur nicht wirklich nach unten, erst wenn die aufgeheizten Flächen abgekühlt werden. (Klimaanlage oder Luftzug)

  3. Energiequelle Mensch

    Die normale Körperwärme eines Menschen entspricht im Ruhezustand ca. 50-60W Infrarot-Strahlungswärme. Sie spüren dieses unmittelbar, wenn sich mehrere Menschen in einem Raum aufhalten.
    Kleidung ist vor allem eine Hülle, mit der wir unsere eigene Wärme einschließen. Das Material ist entscheidend, wie viel Wärme nach außen strahlt bzw. Kälte von draußen eindringen kann. Nicht das Bett erwärmt uns, sondern unser Körper erwärmt zunächst das Bett und gibt dann die Wärme zurück. Mit einem Schlafsack (geschlossene Hülle) kann man auch sehr gut im Freien schlafen und sich wohlfühlen.

Fazit!

Das Material der Hülle / der Gebäudehülle ist entscheidend für die Speicherung bzw. Reflexion der Infrarot Wärmestrahlung. Styropor kann bzw. keine Wärme speichern.

Styropor ist eine aktive Wärmedämmung, das bedeutet, die Infrarot Strahlung wird hindurchgeleitet (transmittiert) und kommt nicht mehr zurück. Ist die Außenwand, respektive die Innenseite der Außenwand eines Raumes mit Styropor isoliert, wird vom Beheizen mit Infrarot abgeraten. Die Heizgeräte würden als "Direkte-Heizung" wirken und der gewünschte Effekt bleibt aus.

Organische Stoffe (z. B. Holz, Kork, Zellulose, etc.) nehmen die Wärme sehr rasch auf und geben diese nach der Sättigung allmählich und konstant an die Umgebung ab.

Mineralische Stoffe (z. B. Zement, Beton, Ton, Ziegel, Lehm, Gipskarton etc.) brauchen für den Speichervorgang etwas länger. Dafür geben diese über längere Zeit die gespeicherte Wärme an die Umgebung ab.

Synthetische Stoffe (z. B. Styropor*, PE- & PU-Isolationen) sind für Infrarot Heizsysteme leider ungeeignet.

Die benötigte Heizleistung ist immer abhängig von der Raumgröße, der Bausubstanz (Baumaterialien), Anzahl der Außenwände, geschlossene Räume (Türen vorhanden) und der Feuchtigkeit in den Wänden. Die Wärme soll gespeichert werden, ähnlich einem Zimmer, das im Sommer den ganzen Tag über den Sonnenstrahlen ausgesetzt ist.

Wärme speichern können aber nur trockene Wände!

Zum Beispiel im Sommer, bei hoher Strahlung erhöht sich die Raumtemperatur auch erst nach ein paar Tagen. Kühlt es sich draußen ab, bleibt es im Wohnraum noch einige Tage warm.

Aus diesem Grund ist es zum Anfang notwendig, einige Tage das Heizelement längere Zeit durchlaufen zu lassen, damit die Wände, falls feucht, trocken werden. Bei den meisten Kunden stellt sich der Effekt bereits nach 3-4 Tagen ein. Es kann aber auch etwas länger dauern. Ziel ist es, den Taupunkt der Wand etwas nach außen zu verschieben.

Wenn die Wärmespeicherung eintritt, dann können zwischen den Ein- und Ausschaltphasen 5-6 Std. liegen. Der Einspareffekt ist jetzt sehr groß. Die Erfahrung zeigt bei bereits in Betrieb befindlichem Infrarot Heizelementen, dass die Geräte nur für 4-6 Std. täglich Strom benötigen. Bei einem Raum von ca. 18m² Wohnfläche und einem Modul mit einem Heizwert von 750 Watt ergeben sich pro Tag Heizkosten von ca. 0,90 €. Der Durchschnittsverbrauch für ein Objekt mit ca. 120 m² beträgt im Jahr ca. 4.300 kWh je nach Raumaufteilung, das sind bei 0,20 € pro kWh ca. 860 €.

Die Raumtemperatur sollte bei der Nachtabsenkung nicht unter 15°C fallen.

Wer nicht bereit ist, diese Fakten zu akzeptieren und umzudenken, sollte sich nicht mit diesem Heizsystem beschäftigen. In der Anfangszeit kann man die Kosten mit einer einfachen Zeitschaltuhr (ca. 2,00 € in jedem Baumarkt erhältlich) reduzieren. Effizienter ist eine Kombination aus Zeitschaltuhr / Temperaturfühler mit Schaltsteckdose (siehe hier).

Themperaturregler FS20-STR  Funk-Schaltsteckdose

Die Effektivität bei diesem Heizsystem liegt im punktuellen Heizen. Dies bedeutet, die Heizelemente sollten so ausgerichtet sein, dass der Bereich, in dem man sich ruhend oder sitzend aufhält, direkt angestrahlt wird. Lauf- und Arbeitsbereiche werden indirekt durch die Emissionen (Abstrahlung) der Wände und Möbel usw. erwärmt. Ähnlich einem Kachelofen, je näher um so höher die Strahlungswärme. Vergleichbar mit der Natur, Energiequelle Sonne und Wechselwirkung Sommer / Winter.

Infrarot-Heizungen sind sehr schnell warm und geben unmittelbar die Wärme ab. Diese können als Zusatzheizung aber auch als Hauptheizung betrieben werden. In unmittelbare Nähe spüren Sie diese Wärme bereits nach ca. ½ h, damit ist aber der Raum noch nicht erwärmt. Dieses dauert dann schon länger. Für die Behaglichkeit gibt es einfach keine Normwerte, man muss es selbst ausprobieren und auf seine Empfindungen abstimmen.

Wichtig ist noch die Positionierung der Elemente. Ideal wäre Mitte Raumhöhe, Mitte Heizelement, wobei das Heizelement besser an einer Innenwand montiert, gegen die Außenwand strahlen sollte. Wir empfehlen immer die Ausrichtung in dem Bereich zu wählen, wo man sich ruhend aufhält, z. B. über eine Sitzecke, Couch usw. Mehrere bzw. über Eck ausgerichtete Elemente erhöhen den direkten Wirkungsgrad und den Spareffekt durch individuelles Zu- oder Abschalten.

Hier einige Links, für Interessenten, die es ganz genau wissen wollen.

Wikipedia-Wärmestrahlung
Wikipedia-Infrarotstrahlung
Wikipedia-Infrarotwärmekabine
Unten